Rassemerkmale:

Die optimale Fleckvieh Fleischkuh ist mittel- bis großrahmig, dabei lang, breit und tief und hat eine starke Vorhand und weist eine starke Bemuskelung auf. Das Becken ist breit und leicht abfallend. Fleckvieh-Simmentaltiere haben trockene, in der Stärke zum Körperbau passende Gliedmaßen mit festen Klauen.

Die Fellfarbe ist hellgelb bis dunkelrot auf weißem Grund. Die Farbe variiert ebenso wie die Scheckung von gefleckt bis gedeckt. Das Flotzmaul ist rosa gefärbt, Klauen und Hornspitzen sind hell gefärbt. Der Kopf ist meist weiß, oder überwiegend weiß und oft ein- oder beidseitig mit Augenflecken versehen.

Herkunft und Entwicklung:

Die Rasse Fleckvieh hat ihren Urpsrung im Berner Oberland – die Geschichte der international als Simmental bekannten Rasse kann mehr als 1000 Jahre zurück verfolgt werden. Der Beginn der Zucht wird im 13. Jahrhundert in einem Kloster in Einsiedel angenommen. Das erste Herdebuch wurde 1806 in Bern gegründet. Schon im 14. Jhdt. wird von Exporten nach Italien berichtet. Im 19. Jahrhundert fand die Rasse sowohl in Europa als auch in Nord- und Südamerika ihre Verbreitung. Heute gibt es weltweit mehr als 40 Millionen Tiere der Rasse. In der Schweiz wird mittlerweile zwischen Simmental und Swiss-Fleckvieh unterschieden. Während die Rasse in der Schweiz, Österreich und Süddeutschland vor allem als Doppelnutzungsrasse in der Milchproduktion Verwendung findet, hat sie sich in vielen anderen Ländern (insbesondere am amerikanischen Kontintent, Australien, Neuseeland, aber auch in europäischen Ländern wie Dänemark, Irland oder Großbritannien) als Mutterkuhrasse etabliert. In Österreich wurde Ende der 80er mit der Zucht von Fleckvieh Fleisch begonnen. Die genetische Hornlosigkeit ist in der Population verbreitet.

Vertreter im Zuchtausschuss: