Am Beginn der Versammlung wurde in einer Schweigeminute an den 2025 verstorbenen Dr. Hugo Valentin gedacht. Vor 26 Jahren wurde das Generhaltungsprogramm in Österreich gestartet. Mittlerweile gibt es schon 2.000 eingetragene Sprinzenkühe auf 417 Betrieben in Österreich. Christian Moser berichtete in seinen Ausführungen von einem sehr fordernden Jahr im Seuchenbereich mit MKS, BT, LSD und TBC. Die Seuchenlage wird auch die große Herausforderung zukünftig zwischen Tiergesundheit und Marktgeschehen. Aufgrund der immer größer werdenden Zahl an Tieren kann auch immer mehr auf die züchterische Selektion geachtet werden. Hier steht die genetische Vielfalt an oberster Stelle. Weiters verfolgt man das Ziel, die Rasse so weiter zu entwickeln, dass sie funktioniert ohne Probleme mit guten Leistungseigenschaften. Wichtige Grundlage dafür sind die Leistungskontrolle für Milch- und Fleisch verbunden mit Fitness und Tiergesundheit. Ein großer Meilenstein war die Umstellung auf die SNP-Typisierung, wo man bei entsprechender Probenzahl hofft, diese Daten in der Zuchtarbeit entsprechend einsetzen zu können. Mit der Plattform www.zuchtwert.at hat man es weiters geschafft, eine international anerkannte und stark verwendete Plattform für die Sprinzenzucht aufzubauen. Wie Moser abschließend hinwies, konnte damit ein Werkzeug geschaffen werden, wo man weltweit interessante Daten zu Leistung, Abstammung, Zuchtwerte, Erbfehler etc. mit Fotos von Stieren, Mütter und Töchtern den Usern zur Verfügung stellt.
Immer größeres Augenmerk wird auf die Vermarktung gelegt. Dazu gibt es auf www.sprinzen.at eine Tierbörse. Die Situation im Schlacht- und Nutzviehbereich gibt dazu eine wichtige Möglichkeit für die notwendige Selektion zur Qualitätssteigerung. Im Rahmen der Versammlung wurde auch der 53-jährige Marko Jurschitsch aufgrund des Rücktrittes von Dominik Unterberger zum neuen Kassier-Stv. bestellt. Gemeinsam mit seiner Familie betreibt er in Strengen am Arlberg einen Zuchtbetrieb mit den alten Rassen Sprinzen und Tauernschecken. Rund 5,5 ha werden im extremen Berggebiet mit viel Handarbeit bewirtschaftet.
Abschließend präsentierte Thomas Strubreiter noch die wichtigsten Veranstaltungen, wo es wichtig ist, dass man die Sprinzenrasse einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. So werden bei der Bezirksrinderschau in Lienz am 25. April 10 Sprinzen ausgestellt. Für 2027 gibt es die beiden großen Events mit Bundesfleischrinderschau in Traboch und Verbandsrinderschau in Rotholz.


