Auch Kalbeverlauf, Totgeburtenraten und die Fruchtbarkeitsdaten sind in der Mutterkuhhaltung Schlüsselmerkmale. Vor allem das Erstkalbealter und die Zwischenkalbezeit sind nicht nur wichtige wirtschaftliche Parameter, sondern gewinnen in Studien zunehmend Bedeutung als Indikatoren für die Klimabilanz der Fleischproduktion.
Bei allen Auswertungen und Evaluierungen muss dabei immer ein Fokus auf die Herdengröße und die Populationsgröße gelegt werden. Der durchschnittliche Fleischrinderzuchtbetrieb in Österreich hält neun Zuchtkühe. Bei fünf Rassen haben wir weniger als 100 Herdebuchkühe. Bei geringen Bestandszahlen können einzelne „Ausreißer“ große Auswirkungen haben.
Und letztlich gilt auch immer: Sich selbst ein Bild zu machen, Tiere in Natura zu sehen und sie im Idealfall miteinander zu vergleichen, ist ein Herzstück der Rinderzucht. In der Leistungsprüfung kommt hier die zum Einsatz, die bei den männlichen Tieren Voraussetzung für die Eintragung im Herdebuch A, also der höchsten Klasse des Zuchtbuchs, ist.
Alle Zahlen zu den einzelnen Rassen, genetische Trends und Leistungsdaten finden Sie im Zuchtbericht der Fleischrinder Austria.


