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Landestag Mutterkuhhaltung
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Große Herausforderungen für Rindfleischproduktion

Die agrarpolitischen Rahmenbedingungen der kommenden Jahre im nationalem und interna-tionalem Umfeld sowie die unternehmerischen Herausforderungen waren die zentralen Themen beim Landestag der Mutterkuhhaltung in Linz mit ca. 200 Teilnehmern.

Die geänderten Rahmenbedingungen der Gemeinsamen Agrarpolitik („GAP bis 2020“) erfor-dern eine stärkere Marktorientierung der Mutterkuhbetriebe. Die Reform der GAP mischt die Karten auch für die Mutterkuhbetriebe neu. Zum einen wird die einheitliche Betriebsprämie von ihren historischen Bezügen gelöst und in eine einheitliche Flächenbasisprämie (Über-gangsregelung von 2015 bis 2019) übergeführt. Darüber hinaus entfällt in der GAP ab 2015 die produktionsgebundene Koppelung von Prämien. Das heißt, es wird keine gekoppelte Mutterkuhprämien und damit auch keine Mutterkuhprämien für Kalbinnen geben. Diese machten in Mutterkuhbetrieben oft rund die Hälfte der Direktzahlungen aus. Im Schnitt resul-tiert daraus auch für Mutterkuhbetriebe ein Verlust an Direktzahlungen durch die Umstellung auf die neue Agrarpolitik. Diese fallen umso größer aus, desto höher die Prämien in der lau-fenden Programmperiode liegen. Präsident ÖR Ing. Franz Reisecker ging gleich zu Beginn in seinem Bericht auf aktuelle agrarpolitische Themenstellungen ein. In den kommenden Wo-chen werden weitere Brüsseler Beschlüsse zur Umsetzung der künftigen GAP erwartet. Auf dieser Basis sind in Österreich noch eine Reihe von Entscheidungen für die nationale Um-setzung erforderlich. „Gerade die produzierenden Betriebe brauchen die Unterstützung durch öffentliche Mittel.“, so der Präsident. Die künftige Regionalprämie dürfte für Mutterkuhbetrie-be im Grünlandgebiet höher liegen als die historische Betriebsprämie. Für Mutterkuhbetriebe mit Ackerland und Endmast der Jungtiere wird dies jedoch nicht zutreffen. „Im internationalen Vergleich weiß Österreich seine Stärken,“ erläuterte Dr. Claus Deblitz vom Thüneninstitut in Deutschland, „die Herausforderungen liegen in unseren gegebenen Strukturen sowie bei den Faktorkosten Arbeit und Land.“ In den vergangenen Jahren sind die Produktionskosten in Europa um zehn bis 20% gestiegen, in Argentinien z.B. um 70 bis 100%, jedoch ist Europa auf einem höheren Niveau gestartet.

Marktprognosen

Das Jahr 2013 war eines der schwierigsten Jahre in der Vermarktung. „Durch hohe Produk-tionskosten, niedrigere Deckungsbeiträge sowie fallende Nutztierpreise und die bevorste-henden Änderungen im Bereich der Agrarpolitik heißt es in Zukunft die Kräfte am Markt noch stärker zu bündeln,“ betonte Rogl klar in seinen Ausführungen. Den konsequenten Weg im Bereich der Qualitätsproduktion und eine entsprechende Unterstützung seitens der Agrarpo-litik sind wesentliche Voraussetzungen für die zukünftige Rindfleischproduktion. Die sensiblen EU Rindfleischmärkte stehen auch im Spannungsfeld des Freihandelsabkommen. National ist mit einer Änderung des Konsumverhalten, welches auch Auswirkungen auf die Produktion haben wird, zu rechnen.

Prämien sind Einkommen

Das belegen unter anderem Auswertungen der bundesweiten Arbeitskreisberatung: Rund zwei Drittel des Deckungsbeitrags in der Mutterkuhhaltung im Jahr 2011 nahmen im Schnitt der ausgewerteten Betriebe die gekoppelten Tierprämien ein. Bei den 25% schwächeren Betrieben wäre ohne gekoppelte Tierprämien kein positiver Deckungsbeitrag erwirtschaftet worden. Diese Feststellung ruft nach der Frage, wie Mutterkuhbetriebe auch in Zukunft er-folgreich wirtschaften können. Eine Patentlösung dazu gibt es natürlich nicht. Klar ist, dass der Wert des Verkaufsproduktes und alle Maßnahmen, welche die Kosten dafür niedrig hal-ten, relevanter werden. Modellrechnungen zeigen, dass erfolgreiche Betriebe (25% bessere Betriebe, niedrige Fixkosten) bei gleichen Voraussetzungen (Standort, Fläche, Tierzahl) ein vier Mal so hohes Einkommen erzielen als weniger erfolgreiche Betriebe (25% schwächere Betriebe, höher Fixkosten). Dr. Leopold Kirner erläuterte weiter: „Die Stärken liegen im un-ternehmerischen Handeln und den persönlichen Fähigkeiten des bäuerlichen Familienbetrie-bes.“ Bei jetzt schon hohem Niveau bei der Wertschöpfung und in der Produktionstechnik kann auch über die Vergrößerung des Bestands nachgedacht werden.

Beratungsangebot

Die Landwirtschaftskammer und Branchenvertreter arbeiten eng zusammen, um die Wett-bewerbsfähigkeit für die Rinderbranche durch entsprechende agrarpolitische Rahmenbedin-gungen sowie gezielte Bildungs- und Beratungsangebote abzusichern. Betriebsführer sind eingeladen, das umfassende Beratungs- und Bildungsangebot sowie die Arbeitskreisarbeit der Landwirtschaftskammer intensiv zu nutzen. Ein professionelles Betriebsmanagement ist eine wesentliche Grundlage für einen entsprechenden Betriebserfolg. Ein internationaler Streifzug von Eindrücken der weltweiten Rindfleischproduktion rundete den Landestag ab.

Ing. Andreas Hager

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